Die Ferien sind vorbei, und damit endet auch die Radsaison 2026 der Abteilung Badminton. Zum letzten Mal in diesem Jahr ging es um 18:07 Uhr in Weißbach los. Wie schon auf den Touren davor hatten wir für unseren Mitfahrer Abhinav drei Hohenloher Schätze im Gepäck: einen Baumriesen, der seit Jahrhunderten dort steht, einen der ältesten Wallfahrtsorte der Region und eine Burgruine hoch über dem Kocher. So ein Abschluss verbindet Natur, Geschichte und ordentlich Beinarbeit, und schöner hätte die Saison kaum enden können.
Die Strecke
Von Weißbach aus radelten wir hinauf, vorbei am Schleierhofer See, auf die Hohe Straße zwischen Kocher und Jagst nach Neusaß bei Schöntal. Dort warteten gleich zwei Ziele direkt nebeneinander. Zurück ging es hinunter ins Kochertal nach Forchtenberg, hinauf zur Burgruine und im Abendlicht zurück nach Weißbach.
Unterwegs
– Neusaßer Linde: Die Sommerlinde ist schätzungsweise 300 bis 500 Jahre alt, hat einen Stammumfang von über 8,60 Metern und gilt als „national bedeutsamer Baum“. Wahrscheinlich ist sie aus drei eng gepflanzten Linden zusammengewachsen. Ihr Stamm ist heute völlig hohl, und trotzdem grünt sie Jahr für Jahr weiter.
– Wallfahrtskirche Neusaß: Hier liegen die Anfänge des 1152 gegründeten Klosters Schöntal. Die Marienwallfahrt ist seit 1395 belegt. Im Inneren steht eine spätgotische Pietà in einem goldenen Jugendstil-Schrein, und direkt daneben liegt das „Heiligenbrünnlein“, dem man eine heilende Wirkung nachsagt.
– Burgruine Forchtenberg: Konrad von Dürn ließ die Burg ab 1210 auf einem Bergsporn über dem Kocher erbauen. Später gehörte sie den Hohenlohern, und im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. Seit 2016 ist sie wieder zugänglich. Vom 11,5 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen herrlichen Blick über Stadt und Kochertal, der perfekte letzte Aussichtspunkt der Saison.
Einkehr
Den Schlusspunkt setzten wir im „Petri Heil“ in Weißbach. Bei gutem Essen und kühlen Getränken ließen wir nicht nur diesen Abend ausklingen, sondern die ganze Radsaison Revue passieren: mit vielen Kilometern, manchem Anstieg und jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse.
Fazit
Diese letzte Tour hat noch einmal gezeigt, wie viel Geschichte und Natur direkt vor unserer Haustür liegt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die in diesem Sommer mitgeradelt sind, und besonders an Abhinav, der uns mit seiner Neugier dazu gebracht hat, unsere eigene Heimat wieder mit anderen Augen zu sehen. Ab jetzt heißt es wieder: Schläger statt Sattel. Wir sehen uns in der Halle und freuen uns schon auf die Radsaison 2027!




